WTI-News: Von Textilbeton und Digitalisierung im Holzbau - Neuerungen im Bauwesen

 

 

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Newsletter 01 | 2019

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Wärmedämmung aus Kunststoffen als Brandgefahr?

Um den Energieverbrauch von Neubauten und Bestandsbauten möglichst gering zu halten, werden Gebäudefassaden üblicherweise außen gedämmt. In Deutschland werden hierfür sogenannte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) aus Polystyrol-Hartschaum, teils auch aus Mineralwolle eingesetzt.

Seit dem tödlichen Hochhausbrand im Juni 2017 in London und einzelnen, teils dramatisierten Medienberichten über Fassadenbrände in Deutschland, wird viel über die Brandgefahr der in großen Mengen im Neubau und in der Bausanierung eingesetzten Dämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum (beispielsweise Styropor®) gesprochen. Tatsächlich befand sich aber an der Fassade des Grenfell Tower in London keine Dämmung aus Polystyrol, sondern aus Polyurethan-Hartschaum mit einer äußeren Schicht aus Aluminiumverbundplatten. Verantwortlich für den katastrophalen Brandverlauf war vor allen Dingen der wenige Millimeter dicke Kern dieser Verbundplatten aus leicht entflammbarem Polyethylen. In Deutschland dürfen solche brennbaren Materialien an Fassaden von Hochhäusern (Höhe ab 22 Meter) generell nicht verbaut werden. Mit dem Einsatz von Polystyrol-Hartschaum verbinden sich stattdessen eine Reihe anderer, nicht weniger brisanter Fragestellungen: Welchen Einfluss auf die Umwelt haben die vielfach eingesetzten Flammschutzmittel? Was muss bei der Entsorgung von älteren Dämmplatten beachtet werden? Wie wirksam sind die neueren, weniger toxischen Flammschutzmittel? Wie kann Algenbildung auf den Fassaden vermieden werden?
Aktuell wird intensiv und kontrovers über die Wirtschaftlichkeit von Wärmedämmung und anderen Energiesparmaßnahmen im Wohnungsbau diskutiert. Eine Metastudie des Fraunhofer-Informationszentrums Raum und Bau IRB (im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V.) zeigt auf, dass es darauf keine pauschalen Antworten gibt. Wichtigste Grundlage für diese Metastudie war die Literaturdatenbank RSWB®plus mit inzwischen über 1,5 Millionen Literaturhinweisen zu allen Themen des Planens und Bauens.

Erfahrt mehr über unser Themenpaket Bauwesen und Architektur…

Textilbeton mit Naturfasern

Textilbeton ist der Baustoff der Zukunft. Er hat eine hohe Lebensdauer, ermöglicht vielseitige Geometrien und leichte Konstruktionen.

In den letzten 20 Jahren wurde daher die Entwicklung von Textilbeton vorangetrieben: Gewebe aus Carbon- oder Glasfaser übernehmen im Beton die Funktionen des Bewehrungsstahls und ermöglichen sehr dauerhafte, filigrane und leichte Betonbauwerke. Der Nachteil: die Gewebe aus Carbon- oder Glasfaser sind verhältnismäßig teuer und CO2-intensiv. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung zeigte auf der Messe BAU in München wie diese Gewebe durch umweltfreundliche Naturfasern ersetzt werden können.


Mehr über diesen vielversprechenden neuen Baustoff…
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Energie





 

Die Vermessung der Welt

Eine Neuauflage eines Lehrbuchs zur Vermessungskunde für den Planungs-, Bau- und Umweltbereich.

Neben geodätischen Grundlagen und Messgeräten behandelt das Lehrbuch auch Verfahren der Lage- und Höhenmessungen. In allen Kapiteln wird der neueste Stand der Geodäsie berücksichtigt. Dazu gehören neue Messverfahren wie Fotogrammmetrie, GNSS-Positionierung, Überwachungsmessungen, Industrievermessung, aber auch der Einsatz von unbemannten Fluggeräten und das Building Information System.

Lest die ganze Rezension hier…

Digitalisierung im Holzbau

Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen.
Die Digitalisierung ist im Holzbau weit fortgeschritten. Große Bauelemente werden bereits mit computergestützten Anlagen vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle in kürzester Zeit zusammengesetzt. Die Arbeitsgruppe „Digital Timber Construction DTC“ an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) hat nun eine Software entwickelt, mit der auch komplexe und gekrümmte Bauteile aus Einzelteilen gefügt werden können.

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Tagung

Im März findet die 4. Tagung Nutzerorientierte Bausanierung an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Mehr...

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Erhaltet einen ersten Überblick zur Themenvielfalt der von uns ausgewerteten Publikationen. Mehr...

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Interesse an Textilbeton? Mehr Informationen zu dem Thema in unserem Themenpaket Textil. Mehr...

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