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Aktuelle Beiträge

Die Empirische Forschung

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit stellt den Neuling häufig vor viele Fragen, die nicht immer von Universität, Dozent oder Arbeitgeber beantwortet werden. In dieser Blog-Serie wollen wir genau diese Fragen möglichst kurz und einfach beantworten – damit die Recherche nach Antworten nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt als absolut nötig. In diesem Teil der Serie geht es um die empirische Forschung.

Definition

Unter empirischer Forschung versteht man die systematische Erhebung, Auswertung und Interpretation von Daten und Erkenntnissen mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden, anhand derer man daann eine Aussage über die Realität treffen kann.

Die empirische Forschung ist deutlich praxisorientierter als die Literaturrecherche, denn Ergebnisse stammen nicht nur aus bestehender Literatur sondern es werden selbstständig Daten erhoben – beispielsweise durch Umfragen oder Experteninterviews.

Es wird unterschieden zwischen qualitativer und quantitativer Forschung, der Unterschied liegt dabei in der Art und Weise der Erfassung der Daten.

Qualitative Forschung

Die qualitative empirische Forschung bezeichnet die Erhebung nicht-standardisierter Daten und deren Analyse mit speziellen, nicht-statistischen Verfahren. Sie eignet sich besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten, bei denen keine Zahlen von Interesse sind, sondern Meinungen, Motive und Einstellungen. Offene Fragen werden hierbei dazu genutzt, Denkweise und Motivation der Befragten zu erkennen. Die Methode liefert detaillierte Informationen und bereits eine kleine Probandenzahl ist ausreichend.

 

Besonders Experteninterviews oder Gruppendiskussionen sind geeignete Methoden, aber auch Einzelfallstudien, Beobachtungen, qualitative Inhaltsanalysen oder qualitative Experimente werden genutzt.

 

Ablauf

  1. Auswahl der qualitativen Forschungsmethode
  2. Auswahl der Personen
  3. Datenerhebung
  4. Datenanalyse in der qualitativen Forschung

 

Vorteile

  • Generieren von neuem Wissen
  • Kleine Stichprobe bereits ausreichend
  • Subjektive, detaillierte, anschauliche Antworten

Quantitative Forschung

Die quantitative empirische Forschung ist die statistische Analyse von standardisierten (aber auch nicht-standardisierten) Daten. Es werden Ausschnitte aus der Realität gemessen, quantifiziert – also in Zahlenwerte übersetzt – und statistisch ausgewertet. Quantitative Forschung ist also das Sammeln neuer Daten, welche anschließend ausgewertet und visualisiert werden. Sie eignet sich besonders um bestehende Theorien zu überprüfen.

 

Ein Vorteil der Methode liegt darin, dass bei Befragungen mit hohen Stichproben die Möglichkeit besteht, Hypothesen zu überprüfen. Außerdem können allgemeinere Sachverhalte überprüft werden als bei der qualitativen Forschung, man strebt einen breiteren Einblick an.

 

Häufig genutzte Methoden sind beispielsweise Umfragen (mit geschlossenen Fragen, zB Multiple Choice), standardisierte Beobachtungen, Versuche, standardisierte Inhaltsanalysen oder Experimente.

 

Ablauf

Der Ablauf ist in der Regel folgendermaßen:

  1. Formulierung von Hypothesen
  2. Auswahl der Verfahren
  3. Auswahl der Personen
  4. Datenerhebung
  5. Datenauswertung
  6. Test der Hypothese

 

Vorteile

  • Hohe Reliabilität
  • Schnelle Verarbeitung einer großen Datenmenge
  • Antworten auf Intervallskalenniveau = hohe Vergleichbarkeit

Voraussetzungen

Eine Studie ist empirisch, wenn die Forschung reliabel und valide ist: auch bei Wiederholung muss die Forschung zum gleichen Ergebnis kommen. Außerdem muss das Forschungsergebnis die Forschungsfrage (beispielsweise der Abschlussarbeit) beantworten.

 

Im Rahmen einer empirischen Forschung sollen wissenschaftliche Theorien überprüft werden, um möglichst zutreffende Aussagen über die Realität treffen zu können.

 

Empirische Forschung muss die Voraussetzungen der Objektivität (= Nachprüfbarkeit), Reliabilität (= Zuverlässigkeit) und Validität (= Gültigkeit) erfüllen.

 

Wann ist eine Forschung also eine empirische Forschung?

  • Wenn die Forschung simuliert in Labor oder Feld (= Forschungsbericht) stattfindet. Durch systematische Vorgehensweise unterscheidet sich die empirische Forschung von Alltagserfahrungen.
  • Wenn Daten systematisch und für andere Wissenschaftler nachvollziehbar erhoben wurden.

Wenn die Forschung wiederholbar und objektiv durchgeführt wurde.

Untersuchungstypen

Es gibt in der empirischen Forschung vier Untersuchungstypen:

  • Explorative Untersuchung – keine spezifische Vermutung, hypothesenerkundend
  • Deskriptive Untersuchung – Schätzung von Häufigkeiten, hypothesenprüfend
  • Prüfung von Hypothesen und Theorien – Reduzierung von Unsicherheiten, hypothesenprüfend
  • Evaluationsforschung – Ermittlung vom Grad der Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen, hypothesenprüfend

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Die Empirische Forschung

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit stellt den Neuling häufig vor viele Fragen, die nicht immer von Universität, Dozent oder Arbeitgeber beantwortet werden. In dieser Blog-Serie wollen wir genau diese Fragen möglichst kurz und einfach beantworten – damit die Recherche nach Antworten nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt als absolut nötig. In diesem Teil der Serie geht es um die empirische Forschung.

Definition

Unter empirischer Forschung versteht man die systematische Erhebung, Auswertung und Interpretation von Daten und Erkenntnissen mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden, anhand derer man daann eine Aussage über die Realität treffen kann.

Die empirische Forschung ist deutlich praxisorientierter als die Literaturrecherche, denn Ergebnisse stammen nicht nur aus bestehender Literatur sondern es werden selbstständig Daten erhoben – beispielsweise durch Umfragen oder Experteninterviews.

Es wird unterschieden zwischen qualitativer und quantitativer Forschung, der Unterschied liegt dabei in der Art und Weise der Erfassung der Daten.

Qualitative Forschung

Die qualitative empirische Forschung bezeichnet die Erhebung nicht-standardisierter Daten und deren Analyse mit speziellen, nicht-statistischen Verfahren. Sie eignet sich besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten, bei denen keine Zahlen von Interesse sind, sondern Meinungen, Motive und Einstellungen. Offene Fragen werden hierbei dazu genutzt, Denkweise und Motivation der Befragten zu erkennen. Die Methode liefert detaillierte Informationen und bereits eine kleine Probandenzahl ist ausreichend.

 

Besonders Experteninterviews oder Gruppendiskussionen sind geeignete Methoden, aber auch Einzelfallstudien, Beobachtungen, qualitative Inhaltsanalysen oder qualitative Experimente werden genutzt.

 

Ablauf

  1. Auswahl der qualitativen Forschungsmethode
  2. Auswahl der Personen
  3. Datenerhebung
  4. Datenanalyse in der qualitativen Forschung

 

Vorteile

  • Generieren von neuem Wissen
  • Kleine Stichprobe bereits ausreichend
  • Subjektive, detaillierte, anschauliche Antworten

Quantitative Forschung

Die quantitative empirische Forschung ist die statistische Analyse von standardisierten (aber auch nicht-standardisierten) Daten. Es werden Ausschnitte aus der Realität gemessen, quantifiziert – also in Zahlenwerte übersetzt – und statistisch ausgewertet. Quantitative Forschung ist also das Sammeln neuer Daten, welche anschließend ausgewertet und visualisiert werden. Sie eignet sich besonders um bestehende Theorien zu überprüfen.

 

Ein Vorteil der Methode liegt darin, dass bei Befragungen mit hohen Stichproben die Möglichkeit besteht, Hypothesen zu überprüfen. Außerdem können allgemeinere Sachverhalte überprüft werden als bei der qualitativen Forschung, man strebt einen breiteren Einblick an.

 

Häufig genutzte Methoden sind beispielsweise Umfragen (mit geschlossenen Fragen, zB Multiple Choice), standardisierte Beobachtungen, Versuche, standardisierte Inhaltsanalysen oder Experimente.

 

Ablauf

Der Ablauf ist in der Regel folgendermaßen:

  1. Formulierung von Hypothesen
  2. Auswahl der Verfahren
  3. Auswahl der Personen
  4. Datenerhebung
  5. Datenauswertung
  6. Test der Hypothese

 

Vorteile

  • Hohe Reliabilität
  • Schnelle Verarbeitung einer großen Datenmenge
  • Antworten auf Intervallskalenniveau = hohe Vergleichbarkeit

Voraussetzungen

Eine Studie ist empirisch, wenn die Forschung reliabel und valide ist: auch bei Wiederholung muss die Forschung zum gleichen Ergebnis kommen. Außerdem muss das Forschungsergebnis die Forschungsfrage (beispielsweise der Abschlussarbeit) beantworten.

 

Im Rahmen einer empirischen Forschung sollen wissenschaftliche Theorien überprüft werden, um möglichst zutreffende Aussagen über die Realität treffen zu können.

 

Empirische Forschung muss die Voraussetzungen der Objektivität (= Nachprüfbarkeit), Reliabilität (= Zuverlässigkeit) und Validität (= Gültigkeit) erfüllen.

 

Wann ist eine Forschung also eine empirische Forschung?

  • Wenn die Forschung simuliert in Labor oder Feld (= Forschungsbericht) stattfindet. Durch systematische Vorgehensweise unterscheidet sich die empirische Forschung von Alltagserfahrungen.
  • Wenn Daten systematisch und für andere Wissenschaftler nachvollziehbar erhoben wurden.

Wenn die Forschung wiederholbar und objektiv durchgeführt wurde.

Untersuchungstypen

Es gibt in der empirischen Forschung vier Untersuchungstypen:

  • Explorative Untersuchung – keine spezifische Vermutung, hypothesenerkundend
  • Deskriptive Untersuchung – Schätzung von Häufigkeiten, hypothesenprüfend
  • Prüfung von Hypothesen und Theorien – Reduzierung von Unsicherheiten, hypothesenprüfend
  • Evaluationsforschung – Ermittlung vom Grad der Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen, hypothesenprüfend