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Immer den aktuellen Wissensstand für die schnelle und effiziente Recherche verfügbar zu halten, ist ein hoher Anspruch. WTI eignet sich für Studierende und Lehrende an Hochschulen sowie Bibliotheksnutzer gleichermaßen.

Die online-basierten Recherche-, Informations- und Analyseservices von WTI erfüllen genau die Bedürfnisse der Hochschul-Community. Sie bieten den schnellen Zugang zu technisch-wissenschaftlichen Informationen aus nationalen und internationalen Quellen. Dazu gehören Forschungsberichte und wissenschaftliche Arbeiten ebenso wie Fachzeitschriften und Konferenzberichte. Das fachliche Spektrum reicht von klassischen ingenieurwissenschaftlichen Themen und gesellschaftspolitisch relevanten Querschnittthemen über Managementwissen bis hin zu aktuellen Topthemen, wie Industrie 4.0, IT-Sicherheit oder Elektromobilität.


Aktuelle Beiträge

19 Tipps für die Abschlussarbeit

Die Abschlussarbeit - Bachelorthesis, Masterthesis oder Dissertation - bildet den Abschluss eines jeden Studiums. Mit ein wenig Planung und Vorbereitung lässt sich so einiger Stress beim Schreiben vermeiden. In diesem Beitrag geben wir 19 Tipps dazu!

Jede Abschlussarbeit kann in verschiedene Phasen eingeteilt werden:

  1. Vorbereitung: Thema finden und festlegen, Betreuungsperson finden, Literaturrecherche beginnen, Zeitplan erstellen, (eventuell) Exposé verfassen, anmelden
  2. Recherche
  3. Schreibphase: Gliederung aufstellen, Zitierweise wählen, Arbeit verfassen
  4. Nachbearbeitung: Korrektur von Zitaten, Formatierung, Inhalt, Grammatik und Rechtschreibung, eidesstaatliche Erklärung, Plagiatsprüfung, Druck

Die Inhalte dieser Phasen können unterschiedlichen Phasen zugeordnet werden und müssen in keinem Fall immer linear erfolgen (beispielsweise wird man auch in der Schreibphase noch öfter zurück zur Literaturrecherche gehen), daher ist diese Aufstellung nur ein grober Überblick über Aufgaben, die den Verfasser einer wissenschaftlichen Arbeit unter anderem erwarten. Je nach Art der Abschlussarbeit können verschiedene Bereiche hinzukommen.

1. Mit interessantem Thema schreibt es sich leichter

Natürlich muss das Thema der Abschlussarbeit zum Studium passen, dennoch hilft ein interessantes Thema dem Verfasser der Arbeit dabei, am Ball zu bleiben und nicht die Motivation zu verlieren.

2. Formalitäten der Universität/Fachhochschule beachten

Die Formalitäten der Universität oder Fachhochschule werden in aller Regel in der SPO und/oder einem eigenen Dokument für Hausarbeiten und Thesen angegeben. Dazu gehören beispielsweise organisatorische Dinge wie Anmelde- und Abgabefristen, abzugebende Ausfertigungen, Sonder- oder Ausnahmeregelungen für Fristverlängerungen (beispielsweise bei Krankheit) oder die Mindest- und Höchstseitenzahl.

An vielen Universitäten und Fachhochschulen wird außerdem festgelegt, wie die Formatierung des Dokumentes auszusehen hat, beispielsweise Zitierform, Zeilenabstand, Schriftart und Schriftgröße oder Seitenränder. Es empfiehlt sich, vor dem Schreiben schon mal ein Dokument so vorzubereiten, dass es all den Anforderungen entspricht, so dass es nur noch mit Inhalt gefüllt werden muss. So kann bei Word (oder Pages für Mac) beispielsweise schon das automatische Inhaltsverzeichnis mit den unterschiedlichen Überschriftformaten vorbereitet werden, sodass man dieses später mit nur noch einem Klick aktualisieren kann. 

3. Überblick über das Thema verschaffen

Bevor man sich in die Literaturrecherche stürzt und damit beginnt jede einzelne aufzufindende Quelle zu sammeln und von vollständig zu lesen, macht es Sinn, sich erstmal ein Bild davon zu machen, was im Zusammenhang mit dem eigenen Thema wichtig ist. So kann man zum Beispiel verschiedene Suchbegriffe ausprobieren (hierbei hilft z.B. der Thesaurus von WTI) und Texte oberflächlich lesen, gegebenenfalls setzt man sich für später Lesezeichen bei relevanten Dokumenten und Seiten. Nicht vergessen: Quellen von Anfang an sauber auflisten (z.B. über Literaturverwaltungstools oder eine Excel-Liste)!

Hilfreiche Fragen bei der Recherche können zum Beispiel sein: Gibt es kontroverse Aspekte? Aktuelle Publikationen? Standardtexte die man nicht vernachlässigen darf?

4. Die richtigen Quellen

Ein einfaches Googlen bringt oft schon erste Rechercheergebnisse, doch nicht jede Quelle ist gleich in ihrer Qualität.

Suchen über Google Scholar oder die Uni-Bibliothek liefern die vertrauenwürdigsten Quellen. Die meisten Universitäten bieten ihren Studenten Zugang zu verschiedenen Datenbanken, beispielsweise Springer Link, JSTOR oder WTI, in denen wissenschaftliche Texte zu vielen Themen zu finden sind. Auch gibt es einen Online-Katalog der Universität, in dem sowohl digital verfügbare Texte sowie Präsenzliteratur geführt wird. Auch eine Reservierung ist über den Katalog in aller Regel möglich.

Auch fremdsprachige Publikationen können interessant sein, wenn man die Sprache beherrscht.

5. Thema finden

Im ersten Tipp haben wir schon angesprochen, dass ein interessantes Thema bei der Bearbeitung hilft. Damit man nicht trotz einem interessanten Thema frustriert vor seiner Arbeit sitzt, sollte man aber auch auf verschiedene andere Aspekte achten:

Ist genug Material vorhanden um darüber schreiben zu können? Das Thema soll eine Forschungslücke füllen, das heißt, es muss etwas Neues zu bereits bestehendem gesagt werden. Ist die Quellenlage des Themas dafür ausreichend?

Hatte man bereits praktischen Bezug zu dem Thema, beispielsweise in einem Praktikum?

Kann man das Thema in einem anschließenden Studium noch weiter vertiefen (z.B. im Master)?

Für welches Thema findet man genug Probanden oder Teilnehmer?

6. Titel der Arbeit zuspitzen

Man sollte sein Forschungsthema immer auf einen konkreten Punkt zuspitzen, denn wenn man das Thema zu allgemein fasst, bekommt man Probleme, die Arbeit in der vorgegebenen Zeit (und Umfang) zu beenden und beleuchtet es dabei nur oberflächlich. Es ist also besser, eine konkrete Fragestellung möglichst erschöpfend zu beantworten. Aber Achtung: eine zu enge Fragestellung ist genauso schwierig wie eine zu weit gefasste!

Es hilft, sich die Frage zu stellen, was mit der Arbeit herausgefunden werden soll.

7. Methodik der Arbeit wählen

Welche Methodik gewählt wird, hängt stark von Studienfach und Forschungsthema ab, man sollte sich hierbei mit dem Betreuer abstimmen.

Es gibt verschiedene Forschungsmethoden in der empirischen Forschung und explorativen Forschung.

8. Abstimmung mit Betreuer

Es empfiehlt sich, regelmäßig mit dem Betreuer Rücksprache zu halten um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen, so ist man auf der sicheren Seite. Häufige Fragen treten beispielsweise bei Gliederung, Zitierform, der Entwicklung der Forschungsfrage, Themenschwerpunkten oder der zu wählenden Methodik auf. Ein frühzeitiges Gespräch mit dem Betreuer kann viel Kopfschmerz vorbeugen!

9. Zeitmanagement

Um nicht in Zeitdruck zu geraten hilft ein Zeitplan, so hat man während dem Schreiben stets eine Orientierungshilfe. Es ist dabei wichtig, dass man auch Pausen und Freizeit berücksichtig, sowie einen Puffer einzuplanen, für unvorhergesehene Hürden und Hindernisse.

Eine Zeiteinteilung könnte beispielsweise so aussehen:

  • 15% Thema und Forschungsfrage finden
  • 15% Recherche und Gliederung
  • 30% Schreiben
  • 10% Puffer für Schreibverzögerungen
  • 15% Feinschliff
  • 15% Puffer für ungeplante Hindernisse und Hürden

Mit dem Puffer kann man die Thesis auch mal ohne schlechtes Gewissen und Zeitverzögerung ruhen lassen, wenn man nicht mehr weiterkommt oder unvorhergesehene Ereignisse (z.B. Krankheit) aufkommen.

10. Biorhythmus beachten

Für die Zeitplanung sollte man seinen Biorhythmus beachten: zu welcher Zeit kann man am besten Schreiben? Wann ist normalerweise der Tiefpunkt? Das Wissen über diese Phasen sollten entsprechend genutzt werden, auch wenn man mal nicht in der Stimmung zum Schreiben ist. Routine bringt einen häufiger in den "Flow"!

11. Andere Thesen anschauen

Keine Ahnung wo man anfangen soll? Häufig hilft es, sich andere Abschlussarbeiten anzusehen, so bekommt man ein Gefühl für einen wissenschaftlichen Schreibstil und Inspiration für die eigene Arbeit. Wenn sie thematisch ähnlich sind, findet man vielleicht sogar noch ein paar Quellen, die relevant sein können.

12. Sinnvoller Aufbau

Die meisten Hochschulen geben in der Prüfungsordnung an, welche Seiten eine Abschlussarbeit beinhalten muss, und oft auch die Reihenfolge. In aller Regel sieht es so (oder so ähnlich) aus:

  • Titelseite: neutral gehalten, muss enthalten: Titel der Arbeit, Name, Eckdaten (Adresse, Kontakt, Matrikelnummer), Infos zum Seminar (Hochschule, Titel, Semester, Dozent)
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Hauptteil/Analyse
  • Schluss mit Fazit/Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • eventuell Anhang

13. Sorgfältige Literaturrecherche

Die sorgfältige Literaturrecherche ist die Grundlage einer erfolgreichen Thesis. Erst wenn man weiß, auf welche Punkte man eingehen will, kann man eine sinnvolle Gliederung erstellen und mit dem Schreiben beginnen. Und auch wenn man bereits einen Teil der Thesis geschrieben hat, wird man sich immer wieder der Literatur widmen (müssen). Je besser man informiert ist, desto leichter geht das Schreiben von der Hand!

Es ist wichtig, Struktur in die gesammelten Quellen zu bringen, sich zu jedem Text einen Überblick zu verschaffen und das wichtigste zu notieren, damit man nicht den roten Faden verliert. Auch sollte man bei der Recherche entsprechende Quellenangaben direkt der verwendeteten Zitierweise aufschreiben oder ein Tool zur Literaturverwaltung nutzen, mit dem man später die Quellenangaben der genutzten Quellen exportieren lassen kann. Wenn man merkt, dass ein Text zu weit vom Thema wegführt, sollte man den Text aussortieren.

14. Literaturverwaltungstools

Wie in vorangehenden Punkten schon angeführt, können Literaturverwaltungstools das Bearbeiten, Verwalten und Nutzen von Quellen und Quellenangaben enorm vereinfachen. Ein Feature ist beispielsweise das richtige Ausgeben von Quellenangaben oder das geordnete Speichern von Dokumenten.

15. Schreibtipps

  • Regelmäßigkeit beim Schreiben bringt einen häufiger in den "Flow"
  • Einfach anfangen, auch wenn der erste Satz nicht perfekt klingt
  • Schnell schreiben - langsam korrigieren! Beim ersten Entwurf nicht zu viel überarbeiten
  • Den roten Faden im Blick behalten
  • Wenn man an einer Stelle nicht weiter kommt: zu einer anderen springen!
  • Einen kreativen Raum suchen an dem man sich wohl fühlt und nicht gestört wird
  • Genug Pausen einplanen
  • Zwischenspeichern nicht vergessen!

16. Korrektur lesen lassen

Da man sich selbst wochenlang mit dem Thema beschäftigt hat, kann es sein, dass man eventuelle Fehler beim Lesen übersieht. Hier kann ein zweites Augenpaar sehr hilfreich sein.

Auch ist es ratsam, verschiedene Leute anzusprechen: jemanden, der nichts mit dem Thema zu tun hat; Kommilitonen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen; Profis für ein professionelles Lektorat. Vorher sollte besprochen werden, worauf die Person achten soll, z.B. Rechtschreibung, Grammatik, Inhalt, Struktur, Stil?

17. Eigene Texte nicht mit Fachbüchern vergleichen

Es passiert schnell: wissenschaftliche Texte geben einem den Eindruck, dass der eigene Text viel schlechter sei. Doch man sollte die eigene Arbeit nicht mit einem vielfach überarbeiteten Text aus einem Fachbuch vergleichen! Thesen sind Arbeiten, die zahlreiche Veränderungen durchlaufen und immer wieder überarbeitet werden, daher mit dem ersten Text nicht so hart ins Gericht gehen!

18. Wissenschaftlich schreiben

Da die Thesis oder Dissertation eine wissenschaftliche Arbeit ist, ist auch ein wissenschaftlicher Schreibstil anzuwenden. Das heißt ein sachlicher, objektiver Stil, kritisch aber nachvollziehbar. Vage Formulierungen sollten vermieden werden.

Das Pronomen "ich" sollte in der Arbeit vollständig vermieden werden, persönliche Aussagen lassen sich anders ausdrücken.

Wissenschaft baut immer auf bereits gewonnene Erkenntnisse auf, das Ziel ist immer eine neue Erkenntnis, neue Kategorisierung oder Perspektive auf das, was schon zu dem Thema erforscht wurde. Dabei ist aber außerordentlich wichtig, durch Quellenangaben und Zitate deutlich zu machen, wer was sagt und woher die Erkenntnisse stammen!

Begriffe die man in der eigenen Arbeit verwendet, sollte man erklären und gegebenenfalls begründen, warum man diese nutzen wird - in vielen Gebieten gibt es umstrittene Begriffe.

Korrekte Anführungszeichen bei Begriffen und Zitaten, richtige Zeitformen und Grammatik oder die gendergerechte Sprache sind ebenfalls Punkte auf die zu achten ist.

19. Plagiatsprüfung

Manchmal ist es schneller passiert, als man denkt: man hat aus Versehen geklaut, beispielsweise aus Flüchtigkeit oder weil man nicht mehr genau weiß, woher der Gedanke stammt. Sollte man solche Unsicherheiten in der eigenen Arbeit haben, empfielt es sich, diese zu löschen, bevor sie zu Schwierigkeiten werden können. Denn mit der eidesstaatlichen Erklärung wird versichert, dass die Arbeit selbstständig erstellt und Zitate sowie fremde Gedankengänge entsprechend gekennzeichnet wurden - es ist ein rechtlich bindendes Dokument.

Spätestens bei der Plagiatsprüfung der Hochschule mit entsprechenden Tools würde ein solcher Diebstahl auffallen. Diese können natürlich auch vor der Abgabe genutzt werden - sie sind zwar einerseits ein finanzieller Aufwand, andererseits bieten sie aber auch Sicherheit.

Shortcut to Knowledge

Immer den aktuellen Wissensstand für die schnelle und effiziente Recherche verfügbar zu halten, ist ein hoher Anspruch. WTI eignet sich für Studierende und Lehrende an Hochschulen sowie Bibliotheksnutzer gleichermaßen.

Die online-basierten Recherche-, Informations- und Analyseservices von WTI erfüllen genau die Bedürfnisse der Hochschul-Community. Sie bieten den schnellen Zugang zu technisch-wissenschaftlichen Informationen aus nationalen und internationalen Quellen. Dazu gehören Forschungsberichte und wissenschaftliche Arbeiten ebenso wie Fachzeitschriften und Konferenzberichte. Das fachliche Spektrum reicht von klassischen ingenieurwissenschaftlichen Themen und gesellschaftspolitisch relevanten Querschnittthemen über Managementwissen bis hin zu aktuellen Topthemen, wie Industrie 4.0, IT-Sicherheit oder Elektromobilität.


Aktuelle Beiträge

19 Tipps für die Abschlussarbeit

Die Abschlussarbeit - Bachelorthesis, Masterthesis oder Dissertation - bildet den Abschluss eines jeden Studiums. Mit ein wenig Planung und Vorbereitung lässt sich so einiger Stress beim Schreiben vermeiden. In diesem Beitrag geben wir 19 Tipps dazu!

Jede Abschlussarbeit kann in verschiedene Phasen eingeteilt werden:

  1. Vorbereitung: Thema finden und festlegen, Betreuungsperson finden, Literaturrecherche beginnen, Zeitplan erstellen, (eventuell) Exposé verfassen, anmelden
  2. Recherche
  3. Schreibphase: Gliederung aufstellen, Zitierweise wählen, Arbeit verfassen
  4. Nachbearbeitung: Korrektur von Zitaten, Formatierung, Inhalt, Grammatik und Rechtschreibung, eidesstaatliche Erklärung, Plagiatsprüfung, Druck

Die Inhalte dieser Phasen können unterschiedlichen Phasen zugeordnet werden und müssen in keinem Fall immer linear erfolgen (beispielsweise wird man auch in der Schreibphase noch öfter zurück zur Literaturrecherche gehen), daher ist diese Aufstellung nur ein grober Überblick über Aufgaben, die den Verfasser einer wissenschaftlichen Arbeit unter anderem erwarten. Je nach Art der Abschlussarbeit können verschiedene Bereiche hinzukommen.

1. Mit interessantem Thema schreibt es sich leichter

Natürlich muss das Thema der Abschlussarbeit zum Studium passen, dennoch hilft ein interessantes Thema dem Verfasser der Arbeit dabei, am Ball zu bleiben und nicht die Motivation zu verlieren.

2. Formalitäten der Universität/Fachhochschule beachten

Die Formalitäten der Universität oder Fachhochschule werden in aller Regel in der SPO und/oder einem eigenen Dokument für Hausarbeiten und Thesen angegeben. Dazu gehören beispielsweise organisatorische Dinge wie Anmelde- und Abgabefristen, abzugebende Ausfertigungen, Sonder- oder Ausnahmeregelungen für Fristverlängerungen (beispielsweise bei Krankheit) oder die Mindest- und Höchstseitenzahl.

An vielen Universitäten und Fachhochschulen wird außerdem festgelegt, wie die Formatierung des Dokumentes auszusehen hat, beispielsweise Zitierform, Zeilenabstand, Schriftart und Schriftgröße oder Seitenränder. Es empfiehlt sich, vor dem Schreiben schon mal ein Dokument so vorzubereiten, dass es all den Anforderungen entspricht, so dass es nur noch mit Inhalt gefüllt werden muss. So kann bei Word (oder Pages für Mac) beispielsweise schon das automatische Inhaltsverzeichnis mit den unterschiedlichen Überschriftformaten vorbereitet werden, sodass man dieses später mit nur noch einem Klick aktualisieren kann. 

3. Überblick über das Thema verschaffen

Bevor man sich in die Literaturrecherche stürzt und damit beginnt jede einzelne aufzufindende Quelle zu sammeln und von vollständig zu lesen, macht es Sinn, sich erstmal ein Bild davon zu machen, was im Zusammenhang mit dem eigenen Thema wichtig ist. So kann man zum Beispiel verschiedene Suchbegriffe ausprobieren (hierbei hilft z.B. der Thesaurus von WTI) und Texte oberflächlich lesen, gegebenenfalls setzt man sich für später Lesezeichen bei relevanten Dokumenten und Seiten. Nicht vergessen: Quellen von Anfang an sauber auflisten (z.B. über Literaturverwaltungstools oder eine Excel-Liste)!

Hilfreiche Fragen bei der Recherche können zum Beispiel sein: Gibt es kontroverse Aspekte? Aktuelle Publikationen? Standardtexte die man nicht vernachlässigen darf?

4. Die richtigen Quellen

Ein einfaches Googlen bringt oft schon erste Rechercheergebnisse, doch nicht jede Quelle ist gleich in ihrer Qualität.

Suchen über Google Scholar oder die Uni-Bibliothek liefern die vertrauenwürdigsten Quellen. Die meisten Universitäten bieten ihren Studenten Zugang zu verschiedenen Datenbanken, beispielsweise Springer Link, JSTOR oder WTI, in denen wissenschaftliche Texte zu vielen Themen zu finden sind. Auch gibt es einen Online-Katalog der Universität, in dem sowohl digital verfügbare Texte sowie Präsenzliteratur geführt wird. Auch eine Reservierung ist über den Katalog in aller Regel möglich.

Auch fremdsprachige Publikationen können interessant sein, wenn man die Sprache beherrscht.

5. Thema finden

Im ersten Tipp haben wir schon angesprochen, dass ein interessantes Thema bei der Bearbeitung hilft. Damit man nicht trotz einem interessanten Thema frustriert vor seiner Arbeit sitzt, sollte man aber auch auf verschiedene andere Aspekte achten:

Ist genug Material vorhanden um darüber schreiben zu können? Das Thema soll eine Forschungslücke füllen, das heißt, es muss etwas Neues zu bereits bestehendem gesagt werden. Ist die Quellenlage des Themas dafür ausreichend?

Hatte man bereits praktischen Bezug zu dem Thema, beispielsweise in einem Praktikum?

Kann man das Thema in einem anschließenden Studium noch weiter vertiefen (z.B. im Master)?

Für welches Thema findet man genug Probanden oder Teilnehmer?

6. Titel der Arbeit zuspitzen

Man sollte sein Forschungsthema immer auf einen konkreten Punkt zuspitzen, denn wenn man das Thema zu allgemein fasst, bekommt man Probleme, die Arbeit in der vorgegebenen Zeit (und Umfang) zu beenden und beleuchtet es dabei nur oberflächlich. Es ist also besser, eine konkrete Fragestellung möglichst erschöpfend zu beantworten. Aber Achtung: eine zu enge Fragestellung ist genauso schwierig wie eine zu weit gefasste!

Es hilft, sich die Frage zu stellen, was mit der Arbeit herausgefunden werden soll.

7. Methodik der Arbeit wählen

Welche Methodik gewählt wird, hängt stark von Studienfach und Forschungsthema ab, man sollte sich hierbei mit dem Betreuer abstimmen.

Es gibt verschiedene Forschungsmethoden in der empirischen Forschung und explorativen Forschung.

8. Abstimmung mit Betreuer

Es empfiehlt sich, regelmäßig mit dem Betreuer Rücksprache zu halten um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen, so ist man auf der sicheren Seite. Häufige Fragen treten beispielsweise bei Gliederung, Zitierform, der Entwicklung der Forschungsfrage, Themenschwerpunkten oder der zu wählenden Methodik auf. Ein frühzeitiges Gespräch mit dem Betreuer kann viel Kopfschmerz vorbeugen!

9. Zeitmanagement

Um nicht in Zeitdruck zu geraten hilft ein Zeitplan, so hat man während dem Schreiben stets eine Orientierungshilfe. Es ist dabei wichtig, dass man auch Pausen und Freizeit berücksichtig, sowie einen Puffer einzuplanen, für unvorhergesehene Hürden und Hindernisse.

Eine Zeiteinteilung könnte beispielsweise so aussehen:

  • 15% Thema und Forschungsfrage finden
  • 15% Recherche und Gliederung
  • 30% Schreiben
  • 10% Puffer für Schreibverzögerungen
  • 15% Feinschliff
  • 15% Puffer für ungeplante Hindernisse und Hürden

Mit dem Puffer kann man die Thesis auch mal ohne schlechtes Gewissen und Zeitverzögerung ruhen lassen, wenn man nicht mehr weiterkommt oder unvorhergesehene Ereignisse (z.B. Krankheit) aufkommen.

10. Biorhythmus beachten

Für die Zeitplanung sollte man seinen Biorhythmus beachten: zu welcher Zeit kann man am besten Schreiben? Wann ist normalerweise der Tiefpunkt? Das Wissen über diese Phasen sollten entsprechend genutzt werden, auch wenn man mal nicht in der Stimmung zum Schreiben ist. Routine bringt einen häufiger in den "Flow"!

11. Andere Thesen anschauen

Keine Ahnung wo man anfangen soll? Häufig hilft es, sich andere Abschlussarbeiten anzusehen, so bekommt man ein Gefühl für einen wissenschaftlichen Schreibstil und Inspiration für die eigene Arbeit. Wenn sie thematisch ähnlich sind, findet man vielleicht sogar noch ein paar Quellen, die relevant sein können.

12. Sinnvoller Aufbau

Die meisten Hochschulen geben in der Prüfungsordnung an, welche Seiten eine Abschlussarbeit beinhalten muss, und oft auch die Reihenfolge. In aller Regel sieht es so (oder so ähnlich) aus:

  • Titelseite: neutral gehalten, muss enthalten: Titel der Arbeit, Name, Eckdaten (Adresse, Kontakt, Matrikelnummer), Infos zum Seminar (Hochschule, Titel, Semester, Dozent)
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Hauptteil/Analyse
  • Schluss mit Fazit/Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • eventuell Anhang

13. Sorgfältige Literaturrecherche

Die sorgfältige Literaturrecherche ist die Grundlage einer erfolgreichen Thesis. Erst wenn man weiß, auf welche Punkte man eingehen will, kann man eine sinnvolle Gliederung erstellen und mit dem Schreiben beginnen. Und auch wenn man bereits einen Teil der Thesis geschrieben hat, wird man sich immer wieder der Literatur widmen (müssen). Je besser man informiert ist, desto leichter geht das Schreiben von der Hand!

Es ist wichtig, Struktur in die gesammelten Quellen zu bringen, sich zu jedem Text einen Überblick zu verschaffen und das wichtigste zu notieren, damit man nicht den roten Faden verliert. Auch sollte man bei der Recherche entsprechende Quellenangaben direkt der verwendeteten Zitierweise aufschreiben oder ein Tool zur Literaturverwaltung nutzen, mit dem man später die Quellenangaben der genutzten Quellen exportieren lassen kann. Wenn man merkt, dass ein Text zu weit vom Thema wegführt, sollte man den Text aussortieren.

14. Literaturverwaltungstools

Wie in vorangehenden Punkten schon angeführt, können Literaturverwaltungstools das Bearbeiten, Verwalten und Nutzen von Quellen und Quellenangaben enorm vereinfachen. Ein Feature ist beispielsweise das richtige Ausgeben von Quellenangaben oder das geordnete Speichern von Dokumenten.

15. Schreibtipps

  • Regelmäßigkeit beim Schreiben bringt einen häufiger in den "Flow"
  • Einfach anfangen, auch wenn der erste Satz nicht perfekt klingt
  • Schnell schreiben - langsam korrigieren! Beim ersten Entwurf nicht zu viel überarbeiten
  • Den roten Faden im Blick behalten
  • Wenn man an einer Stelle nicht weiter kommt: zu einer anderen springen!
  • Einen kreativen Raum suchen an dem man sich wohl fühlt und nicht gestört wird
  • Genug Pausen einplanen
  • Zwischenspeichern nicht vergessen!

16. Korrektur lesen lassen

Da man sich selbst wochenlang mit dem Thema beschäftigt hat, kann es sein, dass man eventuelle Fehler beim Lesen übersieht. Hier kann ein zweites Augenpaar sehr hilfreich sein.

Auch ist es ratsam, verschiedene Leute anzusprechen: jemanden, der nichts mit dem Thema zu tun hat; Kommilitonen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen; Profis für ein professionelles Lektorat. Vorher sollte besprochen werden, worauf die Person achten soll, z.B. Rechtschreibung, Grammatik, Inhalt, Struktur, Stil?

17. Eigene Texte nicht mit Fachbüchern vergleichen

Es passiert schnell: wissenschaftliche Texte geben einem den Eindruck, dass der eigene Text viel schlechter sei. Doch man sollte die eigene Arbeit nicht mit einem vielfach überarbeiteten Text aus einem Fachbuch vergleichen! Thesen sind Arbeiten, die zahlreiche Veränderungen durchlaufen und immer wieder überarbeitet werden, daher mit dem ersten Text nicht so hart ins Gericht gehen!

18. Wissenschaftlich schreiben

Da die Thesis oder Dissertation eine wissenschaftliche Arbeit ist, ist auch ein wissenschaftlicher Schreibstil anzuwenden. Das heißt ein sachlicher, objektiver Stil, kritisch aber nachvollziehbar. Vage Formulierungen sollten vermieden werden.

Das Pronomen "ich" sollte in der Arbeit vollständig vermieden werden, persönliche Aussagen lassen sich anders ausdrücken.

Wissenschaft baut immer auf bereits gewonnene Erkenntnisse auf, das Ziel ist immer eine neue Erkenntnis, neue Kategorisierung oder Perspektive auf das, was schon zu dem Thema erforscht wurde. Dabei ist aber außerordentlich wichtig, durch Quellenangaben und Zitate deutlich zu machen, wer was sagt und woher die Erkenntnisse stammen!

Begriffe die man in der eigenen Arbeit verwendet, sollte man erklären und gegebenenfalls begründen, warum man diese nutzen wird - in vielen Gebieten gibt es umstrittene Begriffe.

Korrekte Anführungszeichen bei Begriffen und Zitaten, richtige Zeitformen und Grammatik oder die gendergerechte Sprache sind ebenfalls Punkte auf die zu achten ist.

19. Plagiatsprüfung

Manchmal ist es schneller passiert, als man denkt: man hat aus Versehen geklaut, beispielsweise aus Flüchtigkeit oder weil man nicht mehr genau weiß, woher der Gedanke stammt. Sollte man solche Unsicherheiten in der eigenen Arbeit haben, empfielt es sich, diese zu löschen, bevor sie zu Schwierigkeiten werden können. Denn mit der eidesstaatlichen Erklärung wird versichert, dass die Arbeit selbstständig erstellt und Zitate sowie fremde Gedankengänge entsprechend gekennzeichnet wurden - es ist ein rechtlich bindendes Dokument.

Spätestens bei der Plagiatsprüfung der Hochschule mit entsprechenden Tools würde ein solcher Diebstahl auffallen. Diese können natürlich auch vor der Abgabe genutzt werden - sie sind zwar einerseits ein finanzieller Aufwand, andererseits bieten sie aber auch Sicherheit.